CURLING

Curling ist eine auf dem Eis gespielte Wintersportart, die dem Eisstockschießen ähnelt und Parallelen zu den Kugelsportarten Boule-Spiel und Boccia aufweist. Zwei Mannschaften zu je vier Spielern versuchen, ihre Curlingsteine näher an den Mittelpunkt eines Zielkreises auf einer Eisbahn zu spielen als die gegnerische Mannschaft. Curling ist besonders in Kanada, Schottland, Skandinavien und der Schweiz sehr populär und wird wegen der vielen taktischen Raffinessen auch als Schach auf dem Eis bezeichnet. Es gehört zu den Präzisionssportarten.

Die Abteilung Curling wurde im Jahr 2007 gegründet.

Zurzeit sind 8 Männer und 3 Frauen an den Trainings und auch an den Turnieren beteiligt.

Leiterin

Linda Lochmann

Trainer

Christian Schaller

SPECIAL: EM Deaf Curling 2018

Interview: Linda Lochmann, Foto: Swiss Deaf Curling 
Die Europameisterschaft Deaf Curling in Schaffhausen steht bevor. Unser Schweizer Nationalkader-Mannschaft ist für die Spiele vorbereitet. Einige Worte aus dem Team und unseren Trainer Christian.

Trainer Christian Schaller:

Was erwartest du vom Schweizer Team?
Ich erwarte, dass das Team das umsetzt was wir nun seit vielen Monaten geübt und besprochen haben. Auch was wir jeweils vor den Spielen besprechen soll nicht vergessen werden sobald die Spiele los gehen. Mit diesen Voraussetzungen erwarte ich, dass wir als geschlossenes Team auftreten, souverän spielen und eine Medaille gewinnen werden.

Dein Wunsch?
Dass nicht wie in den letzten Jahren passiert der Trainingseifer nach der Meisterschaft nachlässt. Sprich zumindest das Team welches mit an die Deaflympics darf muss wöchentlich individuell trainieren damit wir gegen die Konkurrenz bestehen können. In den letzten Jahren war es leider so, dass der individuelle Trainingswille jeweils erst so gegen Weihnachten wieder eingesetzt hatte. Dies ist zu spät.

Und auf der anderen Seite wäre es toll, wenn wir endlich ein Frauenteam zusammen bekommen würde. Hierfür braucht es aber den Einsatz ALLER Abteilungsmitglieder.

 

Christof Sidler:

Christof Sidler, Skip
«Es ist positiv, dass wir jetzt mehr Curlingspieler sind, so gibt es eine Konkurrenz. Das diesjährige Natiteam besteht aus 3 ehemaligen und 2 neuen Spielern im Vergleich zur WM in Sotchi letztes Jahr. Auf diese Heim-EM hin, haben wir einen grossen Trainingsaufwand betrieben. An den Wochenenden mit dem Trainer und unter der Woche teamintern oder individuell. Fortschritte haben wir zB. in der Wischarbeit und der Genauigkeit der Länge der gespielten Steine erzielt. Für mich als Skip waren auch die vermehrten taktischen Inputs und Diskussionen wertvoll.»

 

Ruedi Graf:

links – Ruedi Graf

Ruedi, bisher hast du die Spiele Winter-Deaflympics und Curling-WM teilgenommen. Und jetzt zum ersten Mal bei der zweiten Curling-EM in Schaffhausen, und was erwartest du an diesem Event?
Bei den Winter-Deaflympics 2007 und 2015 und Curling WM 2009, 2013 und 2017 waren zwischen 5 – 10 Länder aus der ganzen Welt anwesend. Dass bereits an der 2. Curling EM allein aus Europa schon 7 Teams (7 bei Männer und 6 bei Frauen) teilnehmen, das ist ein grosser Fortschritt und ein positives Zeichen für den Gehörlosen Curling Sport in Zukunft. Seit den letzten WM ist das Niveau der Teams stark gestiegen. So macht Curling Freude und es wird tolle Wettkämpfe geben. Das spornt uns an und wir leben gemeinsam das Spirit of Curling. Wir sind sehr gut vorbereitet, haben viele gute Turniere in der Schweiz gespielt. Wir hoffen, dass unsere Leistung mit einer Medaille belohnt wird.

Andreas Janner:

links – Andreas Janner, Second
«In den letzten Wochen durfte ich mit dem Team durch ein sehr intensives Trainings- und Turnierprogramm einige tolle Erfahrungen und ansprechende Resultate sammeln und erreichen können (z.B. Turniersieg in Zug). Ich freue mich am an der Curling Europameisterschaft der Gehörlosen vom 17. – 24. März 2018 in Schaffhausen weiterhin auf spannende Spiele erleben und erreichen zu dürfen. Mein Ziel an dieser EM mindestens die Finalrunde zu schaffen (unter den besten vier). Eine Medaille zusätzlich zu erreichen wäre ein sehr schönes Ziel!»

 

Guido Lochmann:

Guido Lochmann, Third
Du arbeitest mit Chris zusammen. Läuft es gut bei der Kommunikation mit Chris?
Ja, bei der Kommunikation handelt es sich um die Taktikbesprechung. Falls Chris bei der Taktik nicht im Klaren ist, fragt er mich. Ich gebe ihm möglichen Vorschläge, wohin der Stein führt und wo es stehen soll. Ich unterstütze ihm bei jedem End, wenn möglich bei der kurzen oder ohne Taktikbesprechung.

 

Werner Gsponer:

Werner Gsponer, Alternate
Du nimmst zum ersten Mal an einem internationalen Sportanlass teil. Wie fühlst du dich?
Nein, ich nehme zum zweiten Mal an einem internationalen Sportanlass teil. Damals war ich im Jahr 1984 bis 1988 in der Ski-Nati..
Ja, ich war sehr überrascht, dass ich auf einem internationalen Sportanlass einen Aufgebot erhalten habe. Klar, ich freue mich sehr, weil ich der einzige Luzerner bin, sonst alle sind Züricher. Ich komm mit unserem guten Team sehr gut aus. So müsste ich sehr viel Training treiben. Schon seit 3 Monaten trainiere ich 2 x pro Woche mal in Wallisellen und mal in Wetzikon sehr intensiv. Ich fühle mich gut. Ich kann mich verbessern und habe ein gutes Gefühl, Curling zu spielen. Obwohl mir einen grossen Anspruch wegen der Autofahrten macht, freue ich mich sehr und bin sehr motiviert.

Olympia-Zweiter Mixed Doubles Curling, PyeongChang

Werte Teilnehmer der Gehörlosen-EM,
werte Athletinnen und Athleten,

ich durfte im Februar 2018 zusammen mit Jenny Perret die Schweiz an den Olympischen Spielen im PyeongChang im Mixed Doubles Curling vertreten, eine riesige Ehre. Für mich ist es immer wieder ein ganz spezielles Gefühl, das T-Shirt meines Landes überzustreifen, doch auch eine gewisse Verpflichtung, meine Nation, meinen Landesverband, meine Schweizerinnen und Schweizer möglichst gut und würdevoll auf internationalem Parkett zu vertreten. Dass wir in Südkorea sogar die Silbermedaille gewinnen durften, rundete das Erlebnis Olympia, mit all den verschiedenen teilnehmenden Nationen, Sprachen, Kulturen und Religionen perfekt ab. Klar hätten wir lieber das Finalspiel auch noch gewonnen und die goldene Auszeichnung mit nach hause genommen, aber noch viel wichtiger als die Farbe der Medaille erscheinen mir die unendlichen schönen, spannenden, unvergesslichen Momente als Sportler, als Curler, als Mitglied des Swiss Olympic Teams, als Olympiateilnehmer oder schlicht als Mensch…

Ich wünsche euch allen eine tolle, unvergessliche Zeit in Schaffhausen, tolle Erlebnisse, spektakuläre Steine und hoffe, dass ihr Eure Nation so repräsentieren könnt, wie ihr es euch wünscht… Und ich hoffe, dass die Gehörlosen-EM 2018 eure Erinnerungen nachhaltig bereichert!

Viel Spass auf dem Eis und „guet Stei“

Martin Rios

Impression

Martin Rios

Impression: Linda Lochmann

Wir haben diesen Winter ein Testspiel gegen das Schweizerische Gehörlosen-Team gespielt. Es ist sehr beeindruckend, dass die Kommunikation auf dem Eis so gut funktioniert. Die Teilnahme an einer Heim-EM muss ein unvergessliches Erlebnis sein, welches man in vollen Zügen geniessen kann. Auch wir werden an einer WM teilnehmen. Wer weiss, vielleicht wird auch nächstes Jahr ein Testspiel Teil unserer Vorbereitung sein. Ich wünsche dem Team gut Stein und viel Erfolg.

Philipp Hösli, Third, Team Glarus Belvédère AM, A-Junioren Schweizermeister 2018

Impression

Philipp Hösli

Impression: Linda Lochmann

www.eccurling2018.com

LIVE und Resultate

Erfolge

Deaflympics
2015 18. Winter-Deaflympics Khanty-Mansyisk/RUS: 4. Rang
2007 16. Winter-Deaflympics Salt Lake City/USA: 4. Rang (Demo)

WM
2017 3. Curling WM Sotschi/RUS: 6. Rang
2013 2. Curling WM Bern/SUI: Bronze
2009 1. Curling WM Winnipeg/CAN: Silber

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