SGSV - FSSS

Snowboard


Leiter und Trainer
Marco Galmarini
E-Mail

 

 

 

 

SWISS SNOWBOARD DEAF TEAM

Swiss Snowboard Deaf Team

Laura Setz

Cyril Steiger

Jonas Jenzer

3rd Open European Snowboarding Championships vom 29. März - 1. April 2012 in Kuusamo/Finnland

Text: Marco Galmarini, Trainer und Jonas Jenzer, Athlet

Montag, 26. März: Abflug und Zwischenstopp in Kopenhagen

Jonas und ich sind ohne Probleme von Zürich nach Kopenhagen geflogen.Dort assen wir zuerst eine Pizza und gingen dann ins Hotel.

Dienstag, 27. März: Anreise und erstes Mal Snowboard
Mit dem Taxi fuhren wir zum Flughafen und flogen 1h 40 min. von Kopenhagen nach Helsinki. Nach einer Pause von 2h 05 min flogen wir mit zwei Englischen Snowboardern weiter nach Kuusamo in Nordfinnland. Um 1235h konnte die Maschine auf dem Airport Kuusamo landen. Wir wurden mit einem Bus ins Dorf Ruka gefahren. Leider fehlte der Koffer von Jonas Jenzer. Man versprach uns, dass der Koffer am Dienstag nachgeliefert werde. 
Jonas ist dennoch ungeduldig sofort zum Snowboardfahren gegangen. Zum Glück hat er die Snowboardkleider von einem Kollegen aus Finnland erhalten. Viele Snowboarder aus Europa sind ebenfalls in Ruka angekommen.

Mittwoch, 28. März: Training und Eröffnung
Wir sind sehr gemütlich aufgestanden und der Tag begann mit dem Morgenessen. Anschliessend absolvierte Jonas ein erstes Angewöhnungs-Training. Der Schnee auf der Piste war sehr pulvrig und leicht und es war Schneefall. Er absolvierte ein Training in der Halfpipe und auf der Slopestyle. Die Akkreditierung ist sehr speditiv verlaufen. Leider ist der Koffer von Jonas noch nicht eingetroffen, sollte aber bis am Abend im Hotel sein.

1500h: Teamcaptain-Sitzung
1730h: Treffen aller Athleten und Betreuer bei der Reception
1800h: Opening Ceremony in Ruka

Das Nachtessen haben wir im Hotel eingenommen. Noch vor der Eröffnungszeremonie konnte Jonas zum Glück seinen Koffer entgegen nehmen.

Donnerstag, 29. März: Training
Autor, Jonas Jenzer
In Ruka hat es viel frischen Schnee. Aber die Berge sind nicht so hoch. Die Piste ist auch nicht so steil. Der Park ist nicht schlecht und die Halfpipe ist gut. Mit den gehörlosen Snowboardern war es super wie mit einer Familie. Ich bin im Park gefahren und mein Training war ok. Der Park war nicht so gepflegt, vielleicht auch durch zu viel Neuschnee. Am Nachmittag habe ich in der Halfpipe trainiert.

Freitag, 30. März: Wettkampf Slopestyle Autor, Jonas Jenzer
Das Wetter war super schön mit blauem Himmel. Am Vormittag bin ich schon auf im Park gefahren. Später ass ich etwas im Hotel und ruhte mich im Zimmer aus. Am Nachmittag ging ich wieder kurz in den Park. Beim Slopestyle Training war ich perfekt gelandet und hatte keinen Sturz. Wir konnten nur drei Runden fahren und die zwei besten Runden zusammen zählten. Ich war etwas nervös. In der ersten Runde beim ersten Kicker habe ich zur stark gedreht, ich wollte nur FS 720 aber es waren 1080 und ich bin nicht sauber gelandet. In der zweiten Runde habe ich wieder zu stark gedreht, es war 900 und leider auch nicht sauber gelandet. Die dritte Runde war etwas besser. FS 720 aber ohne Grap und zweiter Kicker ganz normal mit Grap, nachher Rail ok. Ich wurde 7. im Slopestyle. Es war ein schlechter Tag. Wenn ich sauber gelandet wäre, hätte ich gewinnen können, weil ich den schwierigsten Trick gezeigt habe. Ansonsten war es sehr schön, mit den gehörlosen Snowboardern zusammen zu sein.

Samstag, 31. März: Wettkampf Halfpipe
Leider holten wir in der Halfpipe keine Medaille, aber trotzdem kann Jonas Jenzer zufrieden sein. Er kommt aus einer Verletzungspause zurück und ist auf gutem Weg, demnächst einen grossen Erfolg einzufahren. Im Finale ging die Post ab. Die Pipe war perfekt geformt, das Wetter gut – vielleicht etwas kalt aber insgesamt super Verhältnisse. Leider passierte Jonas in seinem ersten Lauf ein Fehler. Er fliegt beim Grab nicht ganz so hoch und verliert zu viel Speed, um einen Spitzenlauf herunter zu ziehen. Der zweite Run gelingt ihm besser, er kann den 180° sicher ausfahren, bis unten schleichen sich trotzdem ein paar Unsauberkeiten ein. Erneut kein perfekter Lauf. Er kann sein Score zwar verbessern, doch es reicht „nur“ für den undankbaren Rang 4. Diese Platzierung kennt Jonas nur allzu gut... die 4 soll ja Glück bringen. Im Training jedenfalls fuhr er stylisch und technisch sauber. Ansonsten war das Hauptthema das Essen sowie das Wetter, das irgendwie an jenes in der Schweiz erinnert. Das Hotel ist voll von nördlicher Kultur, die Lifte laufen Tag und Nacht. Die Abschluss – Zeremonie war ergreifend. Heute war es hervorragend und es gab viel zu lachen...


Sonntag, 1. April:
Morgens gemütlich aufstehen, fertig machen, frühstücken, frei snowboarden, nach dem Mittagessen Ruhezeit, nachmittags schließlich im Ort noch ein Abendessen, gemütlicher Abschluss beim internationalen Meeting in der Bar…

Montag, 2. April:
Die Heimreise erfolgte über Helsinki, Stockholm –zurück in die Schweiz nach Zürich. Unser Flugzeug ist in Zürich pünktlich um 22 Uhr gelandet.


Slope Style Rangliste:

1. Omar Martinelli/ITA  15.4,9.6,24.1, Total: 39.5
2. Alexey Ignatenko/RUS 18.5,18.8, 18.3, Total: 37.3
3. Vladimir Savenkov/RUS 11.9,17.7, 6.4, Total: 29.6
4. Claudio Boccacci/ITA 21.1, 6.2, 8.4, Total: 29.5
5. Andre Roine/NOR 13.6, 10.6, 14.6, Total. 28.2
6. Mikko Kotila/FIN 7.7, 5.5, 19.5, Total: 27.2
7. Jonas Jenzer/SUI, 6.7, 6.2, 17.3, Total: 24

Halfpipe Rangliste:

1. Mikko Kotila/FIN  25.4, 27,3 Best: 27.3
2. Alexey Ignatenko/RUS  21.0, 22.4 Best: 22.4
3. Vladimir Savenkov/RUS 18.0, 18.4, Best: 18.4
4. Jonas Jenzer/SUI 13.7, 17.5, Best: 17.5


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